Athlet völlig verausgabt


Anzeichen für Übertraining – Wie du Symptome erkennst & was du dagegen tun kannst

Trotz täglichem Training nimmt deine Leistung immer weiter ab? Vielleicht befindest du dich im Übertraining. Wie du Anzeichen und Symptome richtig deutest, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Übertraining? – Definition
  2. Der Weg zum Übertraining – Ursachen
  3. Anzeichen für Übertraining und Symptome
  4. Übertraining richtig behandeln
  5. Übertraining vermeiden – Tipps für Anfänger
  6. Fazit

1. Was ist Übertraining? – Definition

Übertraining, im englischen auch Overreaching oder seltener Übertrainingssyndrom genannt, ist ein physischer und psychischer Trainingszustand. Diesen erreichst du, wenn du deinen Körper über einen längeren Zeitraum zu sehr belastest und ihm keine ausreichende Zeit zur vollständigen Regeneration gibst.

Sportarten bei denen es häufiger zum Übertraining kommen kann sind, vor allem Rennradsportler, Läufer, Kraftsportler und CrossFit Athleten. Genauso kann es aber auch bei ambitionierten Hobbysportlern, die sehr oft trainieren, Vollzeit arbeiten gehen und wenig Zeit zur Erholung zum Übertraining kommen.

Tipp für Fitness Allrounder: Ehrgeiz beim Training und regelmäßig die eigenen Grenzen auszutesten ist gut. Denk aber immer daran, dass zu optimalen Trainingserfolgen mehr gehört. In der Erholungsphase bereitet sich dein Körper auf eine erneute Belastung vor und baut aus Proteinen neue Muskelmasse auf.

Diese erhält dein Körper entweder über verschiedene Proteinreiche Lebensmittel oder schnell und einfach über einen cremigen Proteinshake. Mit dem Gutscheincode Zimo15 bekommst du jetzt 15% Rabatt auf Whey Protein und weitere Produkte im foodspring Shop.

Eine 100% Definition des Übertrainings gibt es bis jetzt übrigens nicht. Im deutschsprachigen Raum wird in der Wissenschaft vor allem zwischen basedowoidem (auch sympathisches oder klassisches) und addisonoidem (auch parasympathisches oder modernes) Übertraining unterschieden.

Es reicht, wenn du dich auf die, im englischsprachiger Raum verwendete Definition Overreaching (Überlastung) und Overreaching Sydrome (Übertrainingssysndrom) konzentrierst.

2. Der Weg zum Übertraining – Ursachen

Ins Übertraining kommst du nicht von heute auf morgen. Der Weg dorthin ist ein schleichender Prozess. Als Fitness Allrounder weißt du, dass es hin und wieder wichtig ist an deine Grenzen zu gehen.

Das stimmt. Denn du willst das Prinzip der Superkompensation oder eine funktionale Überlastung deines Körpers erreichen. Mit einer anstrengenden Trainingseinheit gibst du deinem Körper nämlich das Signal, dass er zu schwach ist.

Wenn du ihm jetzt ausreichend Pause und die richtigen Nährstoffe gibst, kann er sich optimal anpassen. Bei der nächsten Trainingseinheit wirst du mehr Leistung bringen können. Startest du zu früh in das nächste Workout hat sich dein Körper noch nicht voll regeneriert.

Aus der funktionalen Überlastung wird eine andauernde Überlastung, die deinen Körper weiter schwächt. Hältst du diesen Zustand über mehrere Wochen aufrecht, bist du auf dem besten Weg ins Übertraining zu geraten.

Sprint im Park
©Stephan Tischmann

3. Anzeichen für Übertraining und Symptome

Anzeichen und Symptome für das Übertraining sind vielseitig und von Mensch zu Mensch verschieden. In erster Linie ist es wichtig auf deinen Körper zu hören und zu lernen, ob du heute einfach nur müde bist, weil du einen langen Arbeitstag hattest.

Oder ob du deinen Körper beim letzten Training wirklich überlastet hast und eine Pause brauchst. Folgende Symptome können erste Anzeichen eines Übertrainings sein:

  • Kontinuierlicher Leistungsabfall
  • Starker Muskelkater nach jeder Trainingseinheit
  • Ungewöhnlich starke Müdigkeit und Schlafstörungen
  • Innere Unruhe
  • Konzentrationsschwächen
  • Depressive Verstimmtheit oder Belastungs-Burnout
  • Anhaltende Lustlosigkeit
  • Ein hoher oder zu niedriger Ruhepuls
  • Infektionsanfälligkeit
  • Regeneration dauert ungewöhnlich lange
  • Verdauungsprobleme (vor allem Durchfall ist weitverbreitet)
  • Ermüdungsverletzungen beim Training (Ermüdungsbrüche, Muskel- und Sehnenreizungen, Gelenkschmerzen)
  • Reizbarkeit & Aggressivität
  • Kopfschmerzen
  • Veränderungen im Essverhalten (Appetitlosigkeit, aber auch zunehmender Appetit)

4. Übertraining richtig behandeln

Sich von dem Übertraining wieder zu erholen kann je nach Person von ein paar Wochen bis hin zu einigen Monaten dauern. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du hier vor allem Rücksprache mit deinem Hausarzt oder besser mit einem Sportmediziner halten.

Eine einheitliche Behandlung gibt es hier nicht. Fest steht aber, dass du jetzt für eine Weile kürzertreten musst. Wellness-Behandlungen, Massagen, Solebäder und ähnliche entspannende Aktivitäten und vor allem ausreichend Schlaf sind jetzt angesagt.

Als Athlet fällt es natürlich nicht leicht, über Wochen einfach mal nichts zu tun und es sich nur auf der Couch gemütlich zu machen. Denn kein Athlet will seine hart antrainierte Muskelkraft, Ausdauer und Technik wieder verlieren.

Für alle denen es so geht, sind in dieser Zeit verschiedene mentale Entspannungsmethoden hilfreich. Meditation, Mentaltraining und Autogenes Training können, richtig angewendet, den Leistungsabfall in der trainingsfreien Phase verringern.

Dazu kannst du deinem Körper auch mit kurzen Recovery Runs mit geringer Intensität und entspannten Mobility-Einheiten etwas Gutes tun.

Und noch ein Hinweis: Durch den Muscle-Memory-Effect (Muskelgedächtnis) wirst du nach dem Wiedereinstieg ins Training schneller wieder dein altes Niveau erreichen.

Muscle Up
©Stephan Tischmann

5. Übertraining vermeiden – Tipps für Anfänger

Für Anfänger ist es oft besonders schwer abzuschätzen, ob sie heute einfach nur unmotiviert oder von der letzten Trainingseinheit noch ausgepowert sind. Hier gilt es vor allem ein subjektives Gefühl für deinen Körper zu entwickeln. Alternativ kannst du aber auch durch regelmäßiges Messen deines Pulses einen objektiveren Wert bekommen.

Bei anstrengenden Workouts wie HIIT, Tabata und Zirkeltraining, bringst du deinen Körper an seine Leistungsgrenze. Für Anfänger sind diese Trainingsmethoden sehr attraktiv, weil sie schnelle Erfolge versprechen und den oft angepriesenen Nachbrenneffekt erzielen.

Sie bergen allerdings auch die Gefahr einer starken Überlastung des Körpers. Deswegen sollten sich Anfänger hier langsam an eine höhere Intensität herantasten.

Leichte Intensität

  • Deine Atmung ist unverändert
  • Du schwitzt kaum
  • Du kannst dich noch locker unterhalten und sogar singen

Moderate Intensität:

  • Die Belastung fühlt sich etwas anstrengend an
  • Deine Atmung ist erhöht
  • Du beginnst etwas stärker zu schwitzen
  • Du kannst dich noch unterhalten, aber nicht mehr singen

Hohe Intensität

  • Die Belastung ist anstrengend
  • Deine Atmung ist stark erhöht
  • Du schwitzt stark
  • Sprechen ist nicht mehr ohne Unterbrechung möglich

Nach einer Belastung mit hoher Intensität brauchen sowohl Herz-Kreislauf-System als auch Muskeln etwa 48 bis 72 Stunden, um sich zu erholen. Achte dazu auf ausreichend Schlaf und eine ausgewogene und vollwertige Ernährung mit Proteinen für deine Muskeln.

Sprint am Rhein
©Marwin Meller

6. Fazit

  • Übertraining ist eine andauernde Überlastung deines Körpers.
  • Der Weg zum Übertraining ist ein langsamer Prozess.
  • Die Symptome für Übertraining können sehr unterschiedlich sein.
  • Vermeide das Übertraining indem du auf ausreichend Regeneration achtest.

Photos by:
Canva
Stephan Tischmann
Marwin Meller

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