Privater Blogpost Nr. 1 – Mein Wettkampf ohne Vorbereitung

Hey mein Freund,

heute gibt es für dich mal einen ganz privaten Blogpost von mir für dich.

Ich habe die letzten Monate viel Zeit mit meiner Bachelorarbeit verbracht und versucht mein Training so gut es geht 3x pro Woche unterzubringen. Im Großen und Ganzen hat das auch meistens geklappt. Beim Training selbst, habe ich es dafür allerdings etwas lockerer angehen lassen.

Ich liebe es mich beim Training immer mal wieder so richtig auszupowern und an meine Grenzen zu gehen. Das hat mir schon echt gefehlt in letzter Zeit. Deswegen habe ich auch schon länger darüber nachgedacht einfach mal wieder an einem offiziellen Wettkampf teilzunehmen.

Letzte Woche wurde ich dann ganz spontan von ein paar Arbeitskollegen gefragt, ob ich Lust hätte mit ihnen am Hyrox-Event am kommenden Samstag (also gestern) teilzunehmen. Ich hatte schon davon gehört und wusste, was mit bevorstehen würde. Das Event besteht aus einem Kraft-Ausdauer Zirkel von insgesamt 8x1km Laufen und dazwischen jeweils einer Kraft-Ausdauer Übung.

Hier siehst du alle Übungen und den genauen Ablauf.

©Hyrox

Kraft-Ausdauer Training war schon immer mein Favorit im Krafttraining. Allerdings spezialisiert auf Bodyweight Übungen. Bis auf die Burpees, habe ich also keine dieser Übungen in letzter Zeit regelmäßig trainiert.

Nach kurzer Überlegung entschied ich mich dafür die Herausforderung anzunehmen. Ich meldete mich noch schnell an und hatte Glück überhaupt noch einen Platz zu bekommen (Es war einen Tag vor dem Event).

Meine einzige Vorbereitung auf das Event: Ein seeehr ausgiebiges Abendessen mit viel Reis und Chicken Curry. Am Morgen vor dem Wettkampf dann noch Nüsse, Trockenobst und Haferflocken. Und ganz wichtig natürlich auch schon vor dem Wettkampf jede Menge Mineralwasser zu trinken, das hilft Krämpfe und Kreislaufprobleme vorzubeugen.

Wir fuhren knapp 1,5 Stunden von Berlin nach Leipzig und kamen etwa eine Stunde vor unserer Startzeit an. Gerade noch genug Zeit, um sich kurz zu akklimatisieren, umzuziehen und aufzuwärmen. Das Warm-Up wird gerne mal vor dem Training übersprungen. Im Wettkampf kann es aber den entscheidenden Unterschied im Endergebnis machen.

Wenn die Muskeln, Sehnen und Bänder schon vor dem Start aktiviert sind brauchst du viel weniger Zeit um deine Wettkampfleistung abzurufen. Außerdem bist du dadurch weniger Verletzungsanfällig.

Wir starteten in zwei Teams, um 13:10 eine Arbeitskollegin und ich. Um 13:30 meine anderen zwei Arbeitskollegen.

Startschuss um 13:10 Uhr

Endlich kann es losgehen. Wenn ich eines aus meiner aktiven Wettkampfzeit gelernt habe dann, dass du vor allem zu Beginn des Wettkampfes eher locker starten solltest. Ansonsten kommst du zu schnell an eine Grenze, an der dein Körper sich komplett verausgabt hat. Sich von dieser Grenze wieder zu erholen, kostet viel mehr Zeit, als den halb erschöpften Zustand dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Deswegen also locker starten.

Für mich waren Sled Push und Sled Pull die schwierigsten Übungen. Denn mit meinen 72kg Körpergewicht musste ich fast mein doppeltes Körpergewicht schieben. Das hat echt reingehauen. Der Sled Pull war vor allem am Anfang schwer. Nach ein paar Metern hatte ich aber die richtige Technik raus und dann ging es doch ziemlich leicht und wir überholten sogar noch ein anderes Team, das vor uns lag.

Wie gesagt die Burpees sind mir sehr vertraut und waren deswegen kein Problem. Ich muss allerdings zugeben, dass 80m Burpee Broad Jumps trotzdem kein Kinderspiel sind. Zwischendurch gab es immer wieder Stände mit Wasser, Energy Drinks und Früchten.

Wichtig: Ausreichend Wasser trinken beim Sport

©Photo by Rawpixel

Meine persönliche Erfahrung:

Kleine Schlücke stilles Wasser und 1-2 kleine Bananenscheiben helfen mir, dass mir im Wettkampf nicht die Kraft ausgeht und ich nicht zu viel im Magen habe.

Auch das Rudern klappte gut. Der Farmers Walk mit 2x24kg hört sich hart an, ist aber wirklich nicht die schwierigste Übung. Was gerade zum Schluss nochmal wirklich Kraft kostet sind die 100m Sandbag Lunges mit 20kg auf dem Rücken.

Den Kilometer danach solltest du wirklich locker Laufen, um nochmal etwas Kraft für die letzte Übung zu tanken. Die 100 Wallballs mit einem 6kg schweren Medizinball haben es nach der letzten Übung nämlich auch nochmal richtig in sich.

Anschließend heißt es noch schnell die Siegerrampe hochlaufen und sich gebührend feiern lassen. Das Feeling während des Wettkampfes und danach ist einfach nur geil. Ich habe mich einfach mal wieder komplett ausgepowert gefühlt und gesehen, wozu ich in der Lage bin.

Ich habe mir dieses Mal kein besonderes Ziel gesetzt. Ich wollte einfach nur mal wieder das Feeling eines Wettkampfes genießen und an meine Grenzen gehen. Mit einer Endzeit von 1 Stunde und 26 Minuten bin ich letzten Endes auch echt zufrieden.

Das Hyrox Event wird in den nächsten Wochen und Monaten noch in verschiedenen deutschen Städten und in Wien stattfinden. Sehr wahrscheinlich werde ich in Hannover auch wieder bei sein und mit einer befreundeten Trainerin im Mixed Team antreten. Dafür war das gestrige Event schon eine super Vorbereitung.

Hier könnt ihr euch zu allen Events anmelden: www.hyrox.com

Jetzt gönne ich mir noch einen entspannten Sonntag und morgen geht es dann wieder weiter mit meinem gewohnten Trainingsplan. Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren und wünsche dir viel Erfolg im Training und im Leben.

Dein Zimo Tam – The First Fitness Agon

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